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Nataly Elisabeth Savina – Love Alice

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Grundlegende Fakten:

Titel: Love Alice

Autor/in: Nataly Elisabeth Savina

Verlag: Beltz & Gelberg

Preis: 12,95 Euro

Seitenzahl: 160

ISBN: 978-3407811417

Sonstiges: Rezensionsexemplar

Inhalt:

Alice muss ständig umziehen. Ihre Mutter ist Opernsängerin und zieht von einem Aufführungsort zum nächsten. Ihre Tochter muss natürlich mit.

So ist es nicht verwunderlich, dass sie keine Freunde hat und sehr einsam ist.

Durch einen erneuten Umzug trifft Alice allerdings auf Cherry, ein eigensinniges Mädchen mit verrückten Einfällen.

Beide haben es im Leben nicht leicht, doch zusammen überwinden sie ihre Einsamkeit und eine wundervolle, sorglose Freundschaft entsteht.

Doch so sorglos soll ihr Leben wohl nicht sein…

Meine Meinung:

Das Buch hat nur knapp 160 Seiten, weshalb ich zunächst skeptisch war. Ein Buch dessen Klappentext schon verrät, dass es sehr viel um Emotionen geht so dünn zu gestalten, erschien mir doch etwas schwierig.

Doch schon beim Lesen wurde schnell klar: Der Roman braucht nicht mehr Seiten.

Grund hierfür ist ganz klar die Fülle der Emotionen. Es wird keine große Handlung mit ausgefeilten Wendungen benötigt. Kein Konstrukt aus Handlungssträngen. Es geht um die reine Freundschaft zwischen zwei Mädchen, die vom Leben bisher nicht viel erwarten durften.

Genau das macht das Buch so fantastisch.

Einerseits kann man die zunächst zarte Freundschaft sehen und die Entwicklung miterleben. Es wirkt so rein und natürlich. Nichts wird zu übertrieben dargestellt.

Doch neben dieser schönen und zarten Seite der Geschichte, schleicht sich immer eine leicht melancholische Stimmung ein.

Mir erging es schon beim Anblick des Covers so. Einerseits schön anzusehen, doch irgendwie schwingt etwas Trauriges mit.

Und das wird in der Geschichte auch immer deutlicher, bis etwas passiert, was das Leben der beiden einschneidend verändern soll.

Man wird damit konfrontiert, dass das Leben nicht immer gerecht ist. Es wird nichts beschönigt.

Ganz passend dazu steht in der Begründung der Jury für den Peter Härtling Preis (welchen dieses Buch gewonnen hat): „Nataly Savina erspart ihren Figuren so wenig wie den Lesern.“

Das kann ich genauso unterschreiben.

Die Charaktere fand ich sehr gelungen.

Wir haben da zunächst Alice. Aus ihrer Sicht ist die Geschichte geschildert, weshalb man sich vor allem in sie sehr gut hineinversetzen kann.

Sie ist ein sehr einsames Mädchen und man kann gut mit ihr fühlen. Manchmal ist sie jedoch sehr eigenartig, was auf den ersten Blick ziemlich befremdlich wirkt, doch in Anbetracht ihres Lebens, der ständigen Einsamkeit und dem Einfluss ihrer exzentrischen Mutter auch wieder nicht.

Sie wirkt sehr lieb und ruhig und hat kaum Erfahrungen das „wirkliche“ Leben betreffend.

Cherry ist eher das Gegenteil von Alice. Sie ist schlagfertig und wild, macht Karate und hat viele verrückte Ideen. Sie fällt (für mich) unter die Kategorie „Problemkind“ beziehungsweise würde sie wohl so bezeichnet werden. Doch auch sie kann man gut nachvollziehen, da ihr Leben nach und nach immer ein bisschen näher geschildert wurde.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie in der Freundschaft so zu sagen die Hosen an hat, was ich jedoch ziemlich passend in dieser Situation finde.

Der Schreibstil hat mir recht gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig zu lesen und die Autorin schafft es, selbst in recht normalen Situationen die Melancholie durchscheinen zu lassen und eine böse Vorahnung aufkommen zu lassen.

Der einzige Kritikpunkt den ich habe ist, dass die Geschichte einerseits aus der Sicht von Alice geschrieben ist, andererseits Geschehnisse geschildert werden, die Alice gar nicht wissen kann. Das hat für mich immer eine leichte Unstimmigkeit ergeben, die aber nie lange anhielt.

Alles in allem also eine sehr gelungene Geschichte, die einen trotz der wenigen Seiten auf eine Achterbahn der Gefühle mitnimmt.

Liebe Grüße

Bibi<3

 

Ich vergebe 4 ½ von 5 Lesezeichen.

 

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E. Snyder – Katzenalarm: Vier Musketiere auf Freierspfoten

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Grundlegende Fakten:

Titel:  Katzenalarm: Vier Musketiere auf Freierspfoten

Autor/in: E. Snyder

Preis: 7.99 Euro

Seitenzahl: 208 

ISBN:  978-1484946763

Sonstiges: Rezensionsexemplar / erhältlich auf Amazon

Inhalt:

Mohrle, Pauline, Schoko und Brownie führen ein gemütliches Leben, Linda sorgt schließlich gut für sie. Sie ist ihre Menschin und sorgt dafür, dass es ihren Katzen an nichts fehlt.

Ihr eigenes Leben bleibt dabei ein bisschen auf der Strecke, denn sie ist Single und flüchtet sich in die Liebe zu ihren Katzen.

Das geht soweit, dass sie sich überlegt noch eine fünfte Katze zuzulegen, doch damit sind ihre Schützlinge nicht einverstanden. Noch eine Katze? Nein, vier sind genug! Linda braucht dringend einen Mann.

Und so machen es sich die vier „Musketiere“ zur Aufgabe, einen solchen für Linda zu finden. Wie praktisch, dass sie in der Lage sind Computer zu bedienen, TV zu schauen und Zeitung zu lesen.

Es wird ja nicht so schwer sein für ihre Menschin einen Mann zu finden, oder?

Meine Meinung:

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Es stand schon auf meiner Wunschliste. Um so begeisterter und freudiger war ich, als ich es dankenswerterweise als Rezensionsexemplar erhalten habe.

Der Grund weshalb ich so neugierig war ist der, dass mir das erste Buch der Autorin bereits sehr gut gefallen hat. Ich war begeistert von Geschichte und Schreibstil.

Doch ich bin eher ein Hundefreund und kann mit Katzen nicht viel anfangen. So dachte ich: „Wenn eine Katzengeschichte, dann aus ihrer Feder!“

Und damit lag ich richtig.

Es war super.

Man schließt die Katzen sofort ins Herz und man merkt, dass Herzblut in der Geschichte steckt. Ganz toll ist auch, dass man die Katzen direkt auf dem Cover und der Rückseite des Buchen betrachten kann und sich ein Bild von ihnen machen kann, schließlich waren die Katzen der Autorin Vorbild für unsere Helden.

Dieses Buch ist sehr humorvoll. Direkt nach ein paar Seiten musste ich bereits laut lachen und das zieht sich durchs ganze Buch.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Es ist eine lockere Unterhaltung und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen.

Man verliebt sich sofort in den ein oder anderen Charakter der Katzen und ihre Eigenarten.

Die Autorin hatte viele kreativen Ideen, die sie Umgesetzt hat und es war sehr witzig zu lesen, was die Kleinen sich haben einfallen lassen und wie so manches auch gescheitert ist.

Vor allem für Katzenhalter ist es wohl sehr zu empfehlen, da sie sicher die eine oder andere Eigenart wiedererkennen können.
Doch auch für Katzenlose, wie mich, bietet dieses Buch gute Unterhaltung.

Neben dem ganzen Witz und Charme, geht die Autorin auch etwas in die Tiefe. Sie beschreibt das Leben, vor allem einer Katze, etwas genauer und bringt dadurch etwas Ernsthaftigkeit in die Geschichte. Sie zeigt auf, wie das Leben dieser Katze verlaufen ist und macht es nachvollziehbar, wieso sich dieser Charakter so entwickelt hat. Viele Emotionen und auch ein trauriger Tenor werden in die Geschichte eingewebt und verleihen dem Buch mehr Tiefe.

Man fühlt mit, hat Mitleid und doch empfindet man gleichzeitig Freude, wenn man sieht, wie sich das Leben der Katze entwickelt hat.

Der Schreibstil ist wieder klasse. Vor allem die wörtliche Rede hat mich begeistert. Es kommt der ein oder andere Charakter vor, der mich richtig zum lachen gebracht hat, allein durch die Art, wie er geredet hat.

Alles in allem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Natürlich hauptsächlich für Katzenliebhaber, doch nicht ausschließlich. Ich bin das beste Beispiel dafür, dass es auch jedem anderen Gefallen kann.

Liebe Grüße

Bibi<3

Ich vergebe 4/5 Lesezeichen

4lz

 
 

Was ist nur los in der Welt der Bücher? Frustpost!

Mhh…
irgendwie raubt mir momentan ein Gedanke ein bisschen den Spaß am Lesen…
Ich habe das Gefühl, dass Verlage Bücher nur vermarkten, wenn sie gewisse Kriterien erfüllen, die leider immer gleich sind.
Ganz besonders fällt es mir bei den Liebespaaren auf (natürlich auch bei anderen Dingen, doch da ganz besonders, da es leider kaum ein Buch mehr gibt OHNE Liebesgeschichte und sei sie noch so klein).
Es ist doch immer so. Sie ist naiv, schüchtern und manchmal (oder oft) eher tollpatschig. Kann eigentlich nichts (jedenfalls am Anfang der Geschichte) und wird trotzdem von allen begehrt.
Nicht zu letzt von ihrem guten und treudoofen Freund, für den sie zwar gewisse Gefühle hegt, sich jedoch nie für ihn entscheidet, auch wenn sie ihm oft Signale in diese Richtung schickt und ihm letztendlich das Herz bricht (manchmal ist der/die Autor/in noch gnädig und lässt irgendwo noch eine Nebendarstellerin auftauchen, die sich seiner annimmt).
Und da ist noch ER. Er ist eigentlich ziemlich mies zu ihr, behandelt sie schlecht und doch ist sie ihm sofort verfallen.
Er ist groß und schlank und ihn umgibt irgendwie etwas Mysteriöses und Gefährliches.
Sie ist hoffnungslos verliebt. Ganz plötzlich und ohne Vorwarnung ist der nicht mehr der Böse und ist ihr auch verfallen, doch er darf nicht mit ihr zusammen sein. Sie stehen immerhin auf unterschiedlichen Seiten. Im schlimmsten Fall sollen sie sogar eigentlich gegeneinander Kämpfen bzw. ihre Völker/Rassen/WasAuchImmer.

Irgendwann beschließt er, es sei besser, wenn sie sich nicht mehr sehen würden, fängt oft sogar an sich wie der letzte Arsch zu benehmen, weil er denkt so sei es einfacher für sie, doch das macht es nur noch schwerer.
Hinzu kommt, dass seine offensichtlichen Versuche von ihr nicht durchschaut werden und sie in ein Gefühlschaos stürzt und sich vor Tränen nicht mehr retten kann.
Nur gut, dass ihr bester Freund noch da ist. Der kann sie jetzt erst mal trösten! Bisschen knutschen schadet ja nichts und sie ist ihrem Verflossenen ja auch keine Rechenschaft schuldig!
Doch dann kommt es wie es kommen muss. ER kommt zu ihr zurück! Zusammen bewältigen sie alle Hindernisse und der beste Freund mit gebrochenem Herzen darf sich (wenn überhaupt) mit dem Mädel, was gerade rechtzeitig nochmal in die Geschichte geschoben wurde, abfinden und ist ja ach so Glücklich. Oder aber auch nicht und er bleibt einsam und verlassen, doch darüber wird nicht mehr geschrieben, dann müsste sich SIE ja damit beschäftigen, dass ihr Verhalten ziemlich scheiße ist und sich nicht sie ganze Welt nur auf sie beschränkt und „ein bisschen Knutschen“ doch schadet.
-Happy End-

Wenn euch auch gerade einige Geschichten einfallen, versteht ihr vielleicht, wieso mich Bücher momentan nur schwer begeistern können.
Mir fallen nämlich gleich 3-4 ein ohne nachzudenken.

Nachdenken will ich darüber eigentlich auch nicht, sonst regt es mich noch mehr auf, da mir wahrscheinlich noch viele mehr einfallen würden.
Bei einigen Trilogien/Reihen kann ich mir zumindest denken, dass es so laufen wird, aber es ist ja nicht immer gleich im ersten Band ersichtlich.
Ich habe das Gefühl, Autoren nehmen einfach nur dieses Grundgerüst und suchen sich irgendeine Geschichte, die sie drum herumspinnen können…

Ich habe einfach IMMER das selbe Paar vor Augen, auch wenn ich drei verschiedene Bücher gelesen habe.
Mich nervt das tierisch und ich musste mir jetzt einfach mal Luft machen.
Bitte liebe Autoren, bitte liebe Verlage, seid ein bisschen kreativer.
Liebe Grüße
Bibi

 
3 Kommentare

Verfasst von - 10. April 2013 in Uncategorized

 

(Buchvorstellung) Sarah Crossan – Breathe, Gefangen unter Glas

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Grundlegende Fakten:

Titel: Breathe – Gefangen unter Glas

Autor/in: Sarah Crossan

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag

Preis: 16,95 Euro

Seitenzahl: 432

ISBN: 978-3423760690

Inhalt:

Die Menschen haben die Welt zu Grunde gerichtet. Mit ihrem rücksichtslosen Verhalten der Welt gegenüber wurde sie so weit geschädigt, dass kaum noch Sauerstoff vorhanden ist und die meisten Menschen sterben mussten.

Nur eine kleine Anzahl konnte überleben, dank des Unternehmens „Breathe“, welches es geschafft hat eine Kuppel zu errichten, die mit künstlichem Sauerstoff versorgt wird und nun Heimat der restlichen Menschen ist.

Bea und Quinn machen einen Ausflug in das Ödland und von da an ändert sich ihr Leben schlagartig, denn dort treffen sie auf Alina, die zu den Rebellen gehört, die gegen „Breathe“ kämpfen.

Doch warum? Nur durch „Breathe“ kann die Menschheit doch überleben!

Oder etwa nicht?

Meine Meinung:

„Breathe“ ist mal wieder eine Dystopie. Von denen gibt es ja mittlerweile zu Haufe. Ich bin immer etwas skeptisch was Dystopien angeht, denn meist hat man die Geschichte auf ähnliche Art und Weise bereits gelesen oder der eigentliche Kern einer Dystopie, nämlich die Entwicklung der heutigen Gesellschaft zu kritisieren, geht verloren. Meist sind die Geschichten eher Liebesromane die in eine dystopische Welt hineingesteckt wurden, um im Trend zu sein.

Deshalb war ich um so überraschter von „Breathe“.

Obwohl die ersten ca. 50 Seiten nicht den Eindruck gemacht haben, konnte mich das Buch ziemlich begeistern, da es die heutige Welt wirklich kritisch betrachtet.

Die Menschen sind zunehmend fixiert auf Fortschritt und Technik, dass sie gar nicht bemerken, wie die Natur darunter leiden muss. Als Bezwinger der Natur, wird sie nach und nach abgeholzt, um mehr Platz für die Menschen und die Industrie zu schaffen, doch ohne die Natur kann der Mensch nicht Leben.

Der Sauerstoff wird knapp und die Menschen rotten sich selbst fast aus.

Der Roman regt sehr zum nachdenken an und es ist erschreckend, wie logisch diese Entwicklung der Geschichte einem erscheint und auch wie realistisch.

Endlich eine Dystopie, die diese Bezeichnung auch echt verdient hat.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Man kann das Buch sehr schnell lesen, da es sehr flüssig geschrieben wurde und es ist weder plump noch holprig.

Man kommt gut in die Geschichte rein, auch wenn sie aus drei verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde.

Bea, Quinn und Alina wechseln sich von Kapitel zu Kapitel ab, uns das Geschehen näher zu bringen. Dabei wirkt sie jedoch nicht zerrissen, im Gegenteil, es wird mehr Spannung erzeugt.

Den Charakteren selbst stand ich zunächst gespalten gegenüber.

Bea ist für mich persönlich die eigentliche Protagonistin, auch wenn die Geschichte um alle drei geht.

Sie ist eine „Second“ also Bürgerin zweiter Klasse. Sie muss stark auf ihren Sauerstoffverbrauch achten, da sie sich keinen leisten kann.

Sie ist sehr ehrgeizig und möchte unbedingt aufsteigen, um sich und ihren Elten ein besseres Leben ermöglichen zu können.

Sie ist das typische liebe Mädchen von nebenan, weshalb ich sie nicht sonderlich spannend fand. Doch man merkt schnell, dass mehr in ihr steckt und sie sich weiter entwickelt. Man kann sich gut in die hineinversetzen und sich mit ihr identifizieren.

Ich bin gespannt, was man von ihr noch erwarten darf.

Quinn ist Beas bester Freund und das schon seit Jahren. Er ist ein „Premium“ und muss sich somit keine Gedanken um seinen Sauerstoffverbrauch machen, vor allem da sein Vater ein hohes Tier bei „Breathe“ ist. Quinn mochte ich anfangs überhaupt nicht. Ein typischer Jugendlicher, der nichts anderes im Kopf hat, außer Mädchen zu beeindrucken. Doch auch in ihm habe ich mich getäuscht.

Er ist sehr liebevoll zu seinen Freunden und hilft, wo er nur kann.

Man kann sich auf ihn verlassen und er tritt für das ein, woran er glaubt.

Alina ist die rebellische unter den drein. Sie ist ein starker Charakter und muss dies auch sein im Kampf gegen „Breathe“. Auch sie macht einen Wandel durch, denn es gibt mehr im Leben als nur den Kampf.

Alles in allem fand ich die Charaktere sehr gelungen. Sie sind nicht flach, sondern gut durchdacht und was ich besonders wichtig finde: sie stehen nicht still. Sie entwickeln sich weiter und runden das Buch sehr gut ab und dabei spreche ich nicht nur von den Hauptcharakteren sondern auch von den Nebencharakteren, von denen man einige sofort ins Herz schließt.

Ich kann dieses Buch bedingungslos weiter empfehlen. Es ist spannend, kritisch, gut durchdacht und auch für die romantischeren unter uns gibt es schöne Stellen im Buch.

Die beste Dystopie seit Langem

 

Liebe Grüße

Bibi ❤

Ich habe 5 von 5 Lesezeichen vergeben

5lz

 
3 Kommentare

Verfasst von - 24. März 2013 in Uncategorized

 

(Buchvorstellung) Cynthia J. Omololu – Für immer die Seele

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Grundlegende Fakten:

Titel: Für immer die Seele

Autor/in: Cynthia J. Omololu

Verlag:  Dressler

Preis: 17,95 Euro

Seitenzahl: 381

ISBN: 978-3791515052

Sonstiges: Rezensionsexemplar 

Inhalt:

(Ni)Cole ist 16 Jahre alt und lebt in Amerika. Aufgrund einer Geschäftsreise ihres Vaters besuchen sie und ihre Schwester London, um sich die Sehenswürdigkeiten anschauen zu können. Doch seit sie in London ist, beschleicht sie immer wieder ein unheimliches Gefühl, als sei sie schon mal dort gewesen, was definitiv nicht so ist. Dieses Gefühl wird immer stärker und als sie am Tower of London ist, bekommt sie eine Vision aus vergangenen Zeiten, in der sie hingerichtet wird. Ohnmächtig landet sie in den Armen von Griffion. Einem Jungen, zu dem sie sofort ein unbeschreibliches Band hat. Geheimnisse, Rätsel, Verwirrung. Und Griffion scheint mehr darüber zu wissen. Doch er ist in England und sie in Amerika. Wird sie ihn jemals wieder sehen? Und was hat es mit den Visionen auf sich, die auch in ihrer Heimat nicht mehr aufhören?

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, dass mich die ersten ca. 50 Seiten nicht sehr gepackt haben und ich erst einmal in die Geschichte reinkommen musste. Ich habe auch sehr lange dafür gebraucht, nämlich ca. zwei Wochen, doch dann hat mir das Buch echt gefallen und wurde sehr spannend, vor allem, da die Geschichte sich von den meisten, die man momentan in den Läden findet, einfach unterscheidet und etwas Neues bietet und so hat der Rest nur  noch ein Tag bis 1-1 1/2 Tage gedauert.

Der Schreibstil ist sehr Jugend gerecht und leicht verständlich. Es gibt keine komplizierten, verschachtelten Sätze. Stellenweise ein wenig holprig, was aber nicht den Großteil ausmacht. Durch diese leichte und lockere Art, kann man das Buch mühelos für längere Zeit lesen und dabei einfach abschalten und entspannen, sich einfach in die Geschichte fallen lassen und eine  schöne Zeit erleben, weshalb die wenigen holprigen Stellen auch nicht weiter schlimm sind. Sehr schön zu lesen, sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene.

Den Charakteren stehe ich gespalten gegenüber. Cole ist einerseits sehr sympathisch und man mag sie sofort, doch auf der anderen Seite ist sie sehr naiv. Sie vertraut und misstraut einfach viel zu schnell und manchmal auch einfach nicht an der richtigen Stelle. Also wenn sie vertrauen sollte, misstraut sie und umgekehrt. Sie wirkt auf mich ein bisschen wie die typische Mädchenfigur, die nicht wirklich Ahnung hat, weil sie einfach zu naiv, zu leicht gläubig ist und nicht wirklich viel nachdenkt, sondern alles so hinnimmt. Ich hätte es mir gewünscht, dass sie ein bisschen mehr hinterfragt und nachdenkt. Die Rationalität hat mir ein bisschen gefehlt. Doch muss man auch wieder bedenken, dass sie ein 16-jähriges Mädchen ist und ich muss sagen, dass ich nicht mehr weiß, wie „rational“ ich mir 16 war und ob ich unbedingt logisch gehandelt habe. Wenn dann noch die erste große Liebe ins Spiel kommt, ist es sowieso eher schwer, noch die Logik im Kopf zu behalten. Was Cole wieder ein bisschen authentischer wirken lässt.

Griffon dagegen ist anders. Mir persönlich ist er zu sehr ein Held. Er ist lieb und nett und man kann eigentlich nichts an ihm aussetzen und gerade das stört mich an ihm. Mir haben einfach die Ecken und Kanten gefehlt.

Alles in allem waren die Charaktere nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Sie waren okay.

Die Beziehung zwischen den beiden fand ich etwas skurril. Ich kann euch jetzt nicht sagen wieso, da ich sonst zu viel verraten würde, aber in Anbetracht der Dinge die Geschehen sind und die Hintergründe der Ereignisse, konnte ich mich nicht recht entscheiden, ob ich mich für die beiden freuen sollte oder ob ich denken sollte, dass Griffon nicht wirklich gut handelt, indem er sich mit Cole einlässt. Ich hatte das Gefühl ihn ein bisschen tadeln zu müssen 😉

Was ich noch erwähnen möchte ist, dass es am Ende einen Twist gibt, der für mich zu vorhersehbar war. Nicht mal nach der Hälfte des Buches wusste ich, worauf eine bestimmte Sache hinauslaufen sollte. Es hat mich jedoch nicht wirklich gestört, da das Buch dennoch sehr unterhaltsam war.

Es hat mir wirklich Spaß gemacht zu lesen und ich kann es an alle weiterempfehlen, die Lust auf eine außergewöhnliche Liebesgeschichte haben und keine Lust auf den üblichen Einheitsbrei haben, den man sonst oft liest.

Ich vergebe 3,5/5 Lesezeichen

Liebe Grüße

Bibi♥

3.5lz

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 17. Februar 2013 in Uncategorized

 

(Buchvorstellung) Susanna Ernst – Deine Seele in mir

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Grundlegende Fakten:

Titel: Deine Seele in mir

Autor/in: Susanna Ernst

Verlag,: Knaur TB

Preis: 8,99Euro

Seitenzahl: 477

ISBN: 978-3426512609

Inhalt:

Matt und Amy sind beide neun Jahre alt, als sie überfallen werden. Amy wird vergewaltigt und getötet, während Matt, der gefesselt wurde, sich alles anschauen muss. Wie durch ein Wunder überlebt er dieses Verbrechen.

21 Jahre später ist Matt Masseur und trifft auf die eigenwillige Julie. Julie ist Autistin und scheint ihre Umwelt gar nicht wahr zu nehmen. Doch Matt spürt eine Verbindung zu ihr und fängt an sie zu behandeln, denn er kann mit seinen Händen wahre Wunder wirken.

Schon bald findet er heraus, wieso er diese Verbindung zu ihr hat.

Meine Meinung:

Bevor ich anfange meine Meinung zu schreiben, möchte ich euch auf einen Blogbeitrag hinweisen, der mit diesem Buch zu tun hat. Ich habe nämlich an einer Lesenacht teilgenommen und meine Eindrücke ganz frisch mit Updates gepostet. Falls euch meine Gedanken interessieren, die ich direkt beim Lesen hatte, dann schaut doch einfach mal hier.

Außerdem möchte ich dem Knaur Verlag danken, welcher so freundlich war, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen.

Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Es ist leicht spirituell bzw. übernatürlich angehaucht. Das muss man mögen. Aber wenn man sich auf diese Geschichte einlassen kann, ist es ein Buch, was einen stark berührt.

Ich habe erst etwas Anderes erwartet, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Ich dachte es geht um ein „normales“ Liebespaar, welches durch Amys Tod getrennt wird.

Aber so wie das Buch jetzt ist, finde ich es noch besser. Es geht nämlich um beste Freunde, die in Kindertagen durch einen brutalen Überfall getrennt werden.

Ich fand den Anfang ziemlich heftig, vor allem da ich nicht damit gerechnet habe, doch er ist wichtig um zu verstehen, wieso Matt später so in sich gekehrt ist und sich kaum für jemanden öffnen kann, bis Julie in sein Leben tritt.

Dieses Buch ist so emotionsgeladen. Ich habe schon nach kurzer Zeit das erste Mal weinen müssen und es blieb nicht nur bei einem mal. Man konnte richtig mitfühlen. Man lachte mit mit ihnen, man weinte mit ihnen, man hatte Angst mit ihnen.

Es geht viel um Gefühle, Liebe und Trauer und man selbst macht als Leser auch eine Achterbahn der Gefühle mit.

Die Charaktere sind dabei sehr schön beschrieben und man schließt sie schnell ins Herz. Vor allem Julies Eltern und Mary sind für mich sehr starke und liebenswerte Personen, die dieses Buch einfach noch abrunden.

Spannend finde ich, dass dieses Buch hauptsächlich aus Matts Sicht geschrieben ist. Vor allem in gefühlvollen Romanen sind es ja doch eher Frauen, die als Protagonistinnen gewählt werden. Es ist eine schöne Abwechslung auch die Probleme und Gefühle eines Mannes näher kennen zu lernen.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei sehr angenehm. Leicht und locker zu lesen und durch Perspektiven, die hin und wieder gewechselt wurden auch sehr umfangreich.

Nach eine Weile wurde es mir jedoch ein bisschen zu viel mit den Gefühlen und ich dachte ich bräuchte erst einmal eine Pause, doch kaum hatte ich das gedacht, ging dieses Buch genau an der richtigen Stelle noch einmal spannungsgeladen weiter und ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen, bis ich das Buch durch hatte.

Die Autorin weiß genau, wann sie die Emotionen stärker einsetzen muss und an welcher Stelle es genug ist und das Buch Spannung braucht. Genau den richtigen Punkt zu treffen ist schwer und kann nicht jeder, aber Susanna Ernst hat es geschafft.

Das Ende war dann wieder etwas fürs Herz. Man wollte nicht, dass es so endet und es war auch nicht vorhersehbar, doch auch wenn man es nicht wollte, war es gut und man hat ein letztes Mal Tränchen vergossen.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die gerne Bücher fürs Herz lesen und auf eine Reise der Emotionen gehen wollen.

Ich vergebe 4 von 5 Lesezeichen.

Liebe Grüße

Bibi♥

4lz

 
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Verfasst von - 17. Dezember 2012 in Uncategorized

 

(Buchvorstellung) Jando – Sternenreiter, Kleine Sterne leuchten ewig

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Grundlegende Fakten:

Titel: Sternenreiter, Kleine Sterne leuchten ewig

Autor/in: Jando

Verlag: Koros Nord

Preis: 13,95 Euro

Seitenzahl: 131

ISBN: 978-3981486315

Inhalt:

Mats hatte früher viele Träume. Er lebte mit den Kopf in den Wolken und hat für das gekämpft, was er erreichen wollte. In diese Person hat sich auch seine Frau verliebt. Zusammen gründen sie eine Familie. Doch jetzt ist alles anders. Mats hat verlernt zu träumen und versinkt in der Arbeit und in der Karriere, um die Familie zu ernähren. Dadurch entfernt er sich immer weiter von seiner Familie und von sich selbst, bis er eines Tages durch einen schlimmen Unfall im Krankenhaus landet und dort auf einen kleinen, seltsamen Jungen trifft, der ihm wieder zeigt, was träumen und leben heißt.

Meine Meinung:

„Wenn wir anfangen auf unser Herz zu hören, werden wir Dinge im Leben erkennen, die uns unvorstellbar erschienen.“

Dieses und viele weitere Sätze in diesem Buch, lassen es zu dem werden, was es ist. Doch bevor ich darauf eingehe, möchte ich zunächst erst einmal etwas zur Aufmachung sagen, da ich angenehm überrascht von diesem Buch war.

Das Buch ist recht klein und hat „nur“ 131 Seiten, weshalb ich im ersten Moment dachte, 13,95 Euro seien doch etwas viel dafür. Doch als ich es in den Händen hielt wusste ich, dass es jeden Cent wert ist.

Es ist ein gebundenes Buch, welches sehr hochwertig verarbeitet ist. Die Seiten sind recht dick und glatt und fühlen sich sehr angenehm seidig an. Das Gefühl ist ziemlich schwer zu beschreiben, aber so sollten sich Bücher anfühlen.

Die Gestaltung ist auch wundervoll gemacht. Es sind immer wieder schöne Illustrationen enthalten, die den Charme eines modernen Märchens nur verstärken. Sie sind unheimlich schön gestaltet und passen immer perfekt zu der Geschichte.

Die Buchseiten an sich sind mit einer Borte aus kleinen Sternen rechts und links neben der Seitenzahl ausgestattet. Diese Kleinigkeiten machen dieses Buch einfach zu etwas ganz Besonderem.

Doch genug davon. Jetzt endlich dazu, wie mir die Geschichte gefallen hat.

Dieses Buch lässt sich sehr schnell lesen. An einem gemütlichen Abend sind die 131 Seiten schnell gelesen. Doch so kurzweilig das Lese-Erlebnis auch ist, um so länger trägt man die Geschichte mit sich im Herzen.

Man fühlt sich als Leser einfach angesprochen, denn wer kennt das nicht, im Sumpf des Alltags und unter dem Druck der Gesellschaft, die eigentlichen Träume zu vertagen und zu vergessen, das Leben einfach zu leben?

Es geht einen oft wie Mats. Deshalb ist seine Begegnung mit dem kleinen Jungen auch unsere Begegnung mit ihm. Er öffnet nicht nur Mats die Augen, sondern auch dem Leser.

Viele Sätze, wie der oben zitierte, sind einfach so wunderschön und so wahr, dass meine Ausgabe des Buches mittlerweile total voll mit Notizzetteln ist. Der einzige Kritikpunkt den ich habe ist der, dass die Geschichte manchmal wie um die Zitate herum geschrieben wirkt, da die besonderen Sätze auch immer kursiv hervorgehoben sind. Doch tut das dem Buch keinen Abbruch.

Dieses Buch ist am besten mit „modernes Märchen“ zu beschreiben, allerdings ohne die teilweise brutalen Aspekte der alten Märchen 😉 Außerdem ist es doch eher etwas für ältere Menschen und nicht für Kinder, damit diese wieder daran denken, was sie im Leben erreichen wollen und wieder anfangen, auf ihr Herz zu hören.

Es lässt einen wieder anfangen zu träumen und an diesen Träumen auch festzuhalten. Man kann kaum in Worte fassen, wie sehr einen dieses Buch berührt. Diese Wirkung hat das Buch wahrscheinlich dadurch so stark auf den Leser, weil es nicht einfach nur eine Geschichte ist, sondern in gewisser Weise das Leben von jedem beschreibt.

Ich bin dem Koros Nord Verlag sehr dankbar dafür, dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen zu haben, denn es ist ein Erlebnis.

Ich kann dieses Buch wirklich nur wärmstens Empfehlen, es eignet sich auch sehr gut als Geschenk.

Ich vergebe 5 von 5 Lesezeichen.

Liebe Grüße

Bibi♥

5lz

 
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Verfasst von - 17. Dezember 2012 in Uncategorized