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(Buchvorstellung) Jael McHenry – Schokoladengeister

21 Sep

 

Grundlegende Fakten:

Titel: Schokoladengeister

Autor/in: Jael McHenry

Verlag: Diana Verlag

Preis: 8,99 Euro

Seitenzahl: 416

ISBN: 978-3453355613

Inhalt:

Ginny hat eine leichte Form von Autismus. Deshalb lebt sie auch noch bei ihren Eltern, die sie umsorgen und ihr ein wohl behütetes Heim und Schutz bieten.

Doch bei einem Unfall sterben Vater und Mutter und Ginny muss sich neu orientieren.

Ihre Schwester möchte das Haus der Eltern verkaufen und Ginny zu sich holen, um sie weiter zu umsorgen.

Doch in Ginny reift eine andere Idee.

Um mit schwierigen Situationen umgehen zu können, taucht sie in die Welt des Essens ein. Sie ist eine begnadete Köchin und findet so in den Gerichten einen Ruhepol.

Nach dem Tod ihrer Eltern merkt Ginny, dass sie durch das Kochen der Rezepte Verstorbener, genau diese heraufbeschwören kann.

Sie helfen ihr herauszufinden, was sie wirklich will.

 

Meine Meinung:

Das Buch hat mich fasziniert.

Es behandelt zum einen das Thema Trauer und zum anderen das Thema Autismus bzw. eine leichte Form davon.

Diese ernsten Themen haben dem Buch eine  bedrückende Atmosphäre verliehen, allerdings wurde das Ganze durch Ginnys Hang zum Essen wieder aufgelockert. Die Idee, schwierige Situationen mit Essen zu bewältigen fand ich sehr schön. Essen ist hier jetzt aber nicht nur gemeint im Sinne von Nahrung zu sich nehmen, sondern eher im Sinne von Kochen, dem Verbinden und Verarbeiten von Zutaten, den Gerüchen, die dabei entstehen und die Erinnerungen, die damit verbunden sind.

Diese Kombination zwischen Trauer, Autismus und Essen, hat dem Buch eine ganz besondere Note verliehen, die unheimlich schön zu lesen war.

Der Schreibstil trug dazu das Übrige bei.  Sehr schön, sehr einfach und wohl überlegt. So würde ich ihn beschreiben.

Auf der ersten Seite gibt es ein Kurz-Interview mit der Autorin und darin sagt sie, dass es für sie sehr schwer war, aus der Sicht Ginnys zu schreiben, da sie aufgrund ihrer Symptome menschliches Verhalten nicht richtig deuten kann und den Menschen auch nicht in die Augen sieht. Ich finde, dass ihr das sehr gut gelungen ist. Für mich war es neu, aus der Sicht einer Person zu lesen, die diese Symptome hat, aber ich konnte mich sehr gut in Ginny hineinversetzen, konnte nachfühlen, wieso sie wie reagiert oder eben auch nicht reagiert. Jael McHenry zeigt einfach, dass auch Menschen, die scheinbar krank sind, eben auch Menschen sind und immer wieder gegen Vorurteile und mit alltäglichen Problemen kämpfen müssen.

Eine Besonderheit in diesem Buch sind die Rezepte. Am Anfang vieler Kapitel sind Rezepte abgedruckt, die Ginny zubereitet, sodass man sie nachkochen kann. Ich finde, dass es eine sehr schöne Idee ist, die dieses Buch einfach persönlich macht und einem Ginnys Welt näher bringt.

Manches werde ich vielleicht sogar selbst mal ausprobieren.

Ich kann das Buch wirklich nur weiter empfehlen. Mich hat es auf jeden Fall sehr berührt.

Liebe Grüße

Bibi♥

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Verfasst von - 21. September 2012 in Uncategorized

 

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