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Archiv für den Monat Juli 2013

Nataly Elisabeth Savina – Love Alice

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Grundlegende Fakten:

Titel: Love Alice

Autor/in: Nataly Elisabeth Savina

Verlag: Beltz & Gelberg

Preis: 12,95 Euro

Seitenzahl: 160

ISBN: 978-3407811417

Sonstiges: Rezensionsexemplar

Inhalt:

Alice muss ständig umziehen. Ihre Mutter ist Opernsängerin und zieht von einem Aufführungsort zum nächsten. Ihre Tochter muss natürlich mit.

So ist es nicht verwunderlich, dass sie keine Freunde hat und sehr einsam ist.

Durch einen erneuten Umzug trifft Alice allerdings auf Cherry, ein eigensinniges Mädchen mit verrückten Einfällen.

Beide haben es im Leben nicht leicht, doch zusammen überwinden sie ihre Einsamkeit und eine wundervolle, sorglose Freundschaft entsteht.

Doch so sorglos soll ihr Leben wohl nicht sein…

Meine Meinung:

Das Buch hat nur knapp 160 Seiten, weshalb ich zunächst skeptisch war. Ein Buch dessen Klappentext schon verrät, dass es sehr viel um Emotionen geht so dünn zu gestalten, erschien mir doch etwas schwierig.

Doch schon beim Lesen wurde schnell klar: Der Roman braucht nicht mehr Seiten.

Grund hierfür ist ganz klar die Fülle der Emotionen. Es wird keine große Handlung mit ausgefeilten Wendungen benötigt. Kein Konstrukt aus Handlungssträngen. Es geht um die reine Freundschaft zwischen zwei Mädchen, die vom Leben bisher nicht viel erwarten durften.

Genau das macht das Buch so fantastisch.

Einerseits kann man die zunächst zarte Freundschaft sehen und die Entwicklung miterleben. Es wirkt so rein und natürlich. Nichts wird zu übertrieben dargestellt.

Doch neben dieser schönen und zarten Seite der Geschichte, schleicht sich immer eine leicht melancholische Stimmung ein.

Mir erging es schon beim Anblick des Covers so. Einerseits schön anzusehen, doch irgendwie schwingt etwas Trauriges mit.

Und das wird in der Geschichte auch immer deutlicher, bis etwas passiert, was das Leben der beiden einschneidend verändern soll.

Man wird damit konfrontiert, dass das Leben nicht immer gerecht ist. Es wird nichts beschönigt.

Ganz passend dazu steht in der Begründung der Jury für den Peter Härtling Preis (welchen dieses Buch gewonnen hat): „Nataly Savina erspart ihren Figuren so wenig wie den Lesern.“

Das kann ich genauso unterschreiben.

Die Charaktere fand ich sehr gelungen.

Wir haben da zunächst Alice. Aus ihrer Sicht ist die Geschichte geschildert, weshalb man sich vor allem in sie sehr gut hineinversetzen kann.

Sie ist ein sehr einsames Mädchen und man kann gut mit ihr fühlen. Manchmal ist sie jedoch sehr eigenartig, was auf den ersten Blick ziemlich befremdlich wirkt, doch in Anbetracht ihres Lebens, der ständigen Einsamkeit und dem Einfluss ihrer exzentrischen Mutter auch wieder nicht.

Sie wirkt sehr lieb und ruhig und hat kaum Erfahrungen das „wirkliche“ Leben betreffend.

Cherry ist eher das Gegenteil von Alice. Sie ist schlagfertig und wild, macht Karate und hat viele verrückte Ideen. Sie fällt (für mich) unter die Kategorie „Problemkind“ beziehungsweise würde sie wohl so bezeichnet werden. Doch auch sie kann man gut nachvollziehen, da ihr Leben nach und nach immer ein bisschen näher geschildert wurde.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie in der Freundschaft so zu sagen die Hosen an hat, was ich jedoch ziemlich passend in dieser Situation finde.

Der Schreibstil hat mir recht gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig zu lesen und die Autorin schafft es, selbst in recht normalen Situationen die Melancholie durchscheinen zu lassen und eine böse Vorahnung aufkommen zu lassen.

Der einzige Kritikpunkt den ich habe ist, dass die Geschichte einerseits aus der Sicht von Alice geschrieben ist, andererseits Geschehnisse geschildert werden, die Alice gar nicht wissen kann. Das hat für mich immer eine leichte Unstimmigkeit ergeben, die aber nie lange anhielt.

Alles in allem also eine sehr gelungene Geschichte, die einen trotz der wenigen Seiten auf eine Achterbahn der Gefühle mitnimmt.

Liebe Grüße

Bibi<3

 

Ich vergebe 4 ½ von 5 Lesezeichen.

 

 
 

E. Snyder – Katzenalarm: Vier Musketiere auf Freierspfoten

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Grundlegende Fakten:

Titel:  Katzenalarm: Vier Musketiere auf Freierspfoten

Autor/in: E. Snyder

Preis: 7.99 Euro

Seitenzahl: 208 

ISBN:  978-1484946763

Sonstiges: Rezensionsexemplar / erhältlich auf Amazon

Inhalt:

Mohrle, Pauline, Schoko und Brownie führen ein gemütliches Leben, Linda sorgt schließlich gut für sie. Sie ist ihre Menschin und sorgt dafür, dass es ihren Katzen an nichts fehlt.

Ihr eigenes Leben bleibt dabei ein bisschen auf der Strecke, denn sie ist Single und flüchtet sich in die Liebe zu ihren Katzen.

Das geht soweit, dass sie sich überlegt noch eine fünfte Katze zuzulegen, doch damit sind ihre Schützlinge nicht einverstanden. Noch eine Katze? Nein, vier sind genug! Linda braucht dringend einen Mann.

Und so machen es sich die vier „Musketiere“ zur Aufgabe, einen solchen für Linda zu finden. Wie praktisch, dass sie in der Lage sind Computer zu bedienen, TV zu schauen und Zeitung zu lesen.

Es wird ja nicht so schwer sein für ihre Menschin einen Mann zu finden, oder?

Meine Meinung:

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Es stand schon auf meiner Wunschliste. Um so begeisterter und freudiger war ich, als ich es dankenswerterweise als Rezensionsexemplar erhalten habe.

Der Grund weshalb ich so neugierig war ist der, dass mir das erste Buch der Autorin bereits sehr gut gefallen hat. Ich war begeistert von Geschichte und Schreibstil.

Doch ich bin eher ein Hundefreund und kann mit Katzen nicht viel anfangen. So dachte ich: „Wenn eine Katzengeschichte, dann aus ihrer Feder!“

Und damit lag ich richtig.

Es war super.

Man schließt die Katzen sofort ins Herz und man merkt, dass Herzblut in der Geschichte steckt. Ganz toll ist auch, dass man die Katzen direkt auf dem Cover und der Rückseite des Buchen betrachten kann und sich ein Bild von ihnen machen kann, schließlich waren die Katzen der Autorin Vorbild für unsere Helden.

Dieses Buch ist sehr humorvoll. Direkt nach ein paar Seiten musste ich bereits laut lachen und das zieht sich durchs ganze Buch.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Es ist eine lockere Unterhaltung und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen.

Man verliebt sich sofort in den ein oder anderen Charakter der Katzen und ihre Eigenarten.

Die Autorin hatte viele kreativen Ideen, die sie Umgesetzt hat und es war sehr witzig zu lesen, was die Kleinen sich haben einfallen lassen und wie so manches auch gescheitert ist.

Vor allem für Katzenhalter ist es wohl sehr zu empfehlen, da sie sicher die eine oder andere Eigenart wiedererkennen können.
Doch auch für Katzenlose, wie mich, bietet dieses Buch gute Unterhaltung.

Neben dem ganzen Witz und Charme, geht die Autorin auch etwas in die Tiefe. Sie beschreibt das Leben, vor allem einer Katze, etwas genauer und bringt dadurch etwas Ernsthaftigkeit in die Geschichte. Sie zeigt auf, wie das Leben dieser Katze verlaufen ist und macht es nachvollziehbar, wieso sich dieser Charakter so entwickelt hat. Viele Emotionen und auch ein trauriger Tenor werden in die Geschichte eingewebt und verleihen dem Buch mehr Tiefe.

Man fühlt mit, hat Mitleid und doch empfindet man gleichzeitig Freude, wenn man sieht, wie sich das Leben der Katze entwickelt hat.

Der Schreibstil ist wieder klasse. Vor allem die wörtliche Rede hat mich begeistert. Es kommt der ein oder andere Charakter vor, der mich richtig zum lachen gebracht hat, allein durch die Art, wie er geredet hat.

Alles in allem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Natürlich hauptsächlich für Katzenliebhaber, doch nicht ausschließlich. Ich bin das beste Beispiel dafür, dass es auch jedem anderen Gefallen kann.

Liebe Grüße

Bibi<3

Ich vergebe 4/5 Lesezeichen

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